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Schanigarten-Boom trotz Preis-Boom

Die hohen Gebühren für die Schanigärten gehen mit ebendiesen Hand in Hand. Trotz der Aufregung und des Ärgers der Wirte, möchte niemand auf den Gästemagneten verzichten. Denn Fakt ist: Kaum steht der Frühling vor der Tür und die ersten Sonnenstrahlen lassen sich blicken, zieht es die Wienerinnen und Wiener nach draußen, direkt auf die Sonnenplätzchen der Schanigärten. „Draußen sitzen, einen Kaffee genießen, Leut´ ausrichten, das gehört alles dazu!“, mit diesen Worten eröffnet Wiens Bürgermeister Michael Häupl am Dienstag die Schanigarten Saison. Unter den Sonnenanbetern im neuen Café Diglas im Schottenstift sind außerdem Wirtschaftskammerpräsident Walter Ruck und Kaffeehaus-Fachgruppenobmann Wolfgang Binder.

Öffentlicher Raum darf nicht kostenlos sein?

Trotz Preiserhöhung ist die Zahl der Anträge gestiegen. Mit mindestens 2500 Schanigärten rechnet man in diesem Jahr in Wien. Ebenso viele soll es laut Präsident der Wiener Wirtschaftskammer, Walter Ruck, auch im Vorjahr gegeben haben – die Zahl der Anträge war noch höher.

Für die heurige Winteröffnung wurden lediglich 29 Schanigärten genehmigt. Kein Wunder, die Wirte befinden sich wohl immer noch in einer preisbedingten Schockstarre. Der Forderung der Wirtschaftskammer nach Winterschanigärten wurde zwar nachgegangen, doch zufrieden sind die Wirte mit dieser Kulanzlösung nicht. Denn die Genehmigung der Winteröffnung, erfolgte zeitgleich mit der Verknüpfung einer enormen Erhöhung der Gebühren für die Schanigärten in Toplagen von monatlichen 7,50 Euro auf 20,00 Euro pro Quadratmeter. Je nach Standort gibt es unterschiedliche Preisklassen, jedoch hat die radikale Gebührenerhöhung flächendeckend stattgefunden. Aus diesem Grund rechnet Peter Dobcak, Obmann der Fachgruppe Gastronomie in der Wirtschaftskammer damit, dass es einige Wirtinnen und Wirte geben wird, die darunter leiden und ihre Folgen daraus ziehen werden. Dies wird sich laut Dobcak jedoch in Bezug auf Personalkürzungen und Garten Verkleinerungen äußern. Die Stadt Wien betont, dass es um die Steuerungsfunktion gehe und man keineswegs durch Mehreinnahmen profitieren möchte. Dies mögen die Wirte glauben oder nicht…

 

Fotocredit: iStock Radiokukka

Quelle: wko.at, derStandard.at

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