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Winzerin der Woche: Weingut Angelika Pimpel Artner

Winzerin Angelika Pimpel Artner (c) Steve Haider

Unsere Winzerin der Woche ist Angelika Pimpel Artner aus Göttlesbrunn. Sie kreiert Bio-Weine aus Überzeugung und legt besonderen Wert auf den respektvollen Umgang mit der Natur.

„Mit der Natur und nicht dagegen“, lautet das Credo von Angelika Pimpel Artner. Die Winzerin kennt nichts Anderes als Bio. Schon ihre Eltern etablierten sich erfolgreich als die „Bioniere“ von Carnuntum und bewirtschafteten bereits 20 Jahre lang ihre Weingärten biologisch. Im Jahr 2016 übernahm Angelika Pimpel Artner das elterliche Weingut.

Kräftige Böden, das kontinentale Klima und vor allem der respektvolle Umgang mit der Natur lassen fruchtige Weine mit Charakter und Sortentypizität entstehen. Das Sortiment umfasst Grünen Veltliner, Sauvignon Blanc, Zweigelt und Cabernet Sauvignon.

Angelika Bodentreu (c) H. Rohringer

Angelika Bodentreu

Nun entwickelte die Winzerin eine neue Weinlinie namens Angelika Bodentreu. Es sind Einzellagen-Weine, die ganz auf die Feinheiten der unterschiedlichen Rieden fokussieren. Dementsprechend wählte Angelika Pimpel Artner auch ihren Auftritt: Angelika Bodentreu heißt die Serie. „Stets die Natur im Blick, immer die Feinheiten des Terroirs im Gefühl, alles auf Augenhöhe“, lautet die Devise hinter dem neuen Design.

Leidenschaft für den Winzerberuf

Was schätzt die Winzerin an ihrem Beruf? „Sich auf den Ursprung zu besinnen und einen Garten mit Obst, Gemüse, Rebstöcken und Kräutern zu gestalten. Brennnesseln und Disteln dürfen fortan inmitten der Reben wachsen. Diese sind wichtige Futterpflanzen für einige Insekten. Einige Raupen und Schmetterlingsarten könnten ohne sie nicht überleben. In den Disteln lagern die Larven zahlreicher Käfer. Sie schaffen wertvolle Lebensräume, wo sich im Sommer Schmetterlinge und Singvögel einfinden. Es ermöglicht Humusaufbau und reharmonisiert den Lebensraum der Reben. Und nicht nur die Weinreben sollen profitieren, wir freuen uns auch, wenn wir Obst und Gemüse mit nach Hause bringen können. Die Arbeit inmitten blühender Bäume und Blumen ist das Schöne an meinem Beruf und natürlich mag ich es Böden zu bewirtschaften, die ich dann eine Spur besser an die nächste Generation weitergeben kann.“

Worauf es ankommt…

Was gilt es zu bedenken, wenn man ein Weingut führt? Worauf ist bei den einzelnen Lagen Rücksicht zu nehmen? Angelika Pimpel Artner weiß: „Die große Kunst ist es, für jede Sorte die richtige Lage, den richtigen Boden, das richtige Klima zu finden – einfach gesagt die perfekten Bedingungen. Das sind die Voraussetzungen für die bestmögliche Qualität der Trauben und Weine.  Aus diesem Grund sind unsere Lagen und die dort vorherrschenden Bedingungen ein zentrales Thema für das gesamte Weingut. Vor jeder Neusetzung werden intensiv Lagen und mögliche Sorten diskutiert, bevor nach genauer Analyse der vorherrschenden Bedingungen und mit Erfahrungen aus vielen Jahren Weinbau eben jene Sorte auf eben jene Lage gepflanzt wird. Einzellagen werden in Zukunft verstärkt ausgearbeitet.“

Gemeinsam, aber nicht gleich

Zwar gaben sich Angelika Pimpel Artner und ihr langjähriger Lebensgefährte – und ebenfalls Winzer – Gerhard Pimpel unlängst das Jawort. Ihre Weingüter halten die beiden jedoch weiterhin getrennt. Bei Angelika kann man den filigranen und feinen Zugang schmecken, Gerhards Weine sind betont und kräftig. Was sie aber verbindet, ist das große Potential der Einzellagen, das beide mit Begeisterung ins Glas bringen.

Gelegenheit, Weine der beiden Produzenten nebeneinander erleben und verkosten, haben Weinliebhaber auf der VieVinum von 9.-11. Juni 2018 in der Wiener Hofburg.

 

Weingut Angelika Pimpel Artner
Dorfstraße 8
2464 Göttlesbrunn

www.bioartner.at

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