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Sehen, Riechen, Schmecken, Hören, Fühlen – Tanz der Sinne im „Kitch“

(c) Kitch

Sobald man mit dem Begriff „Kitsch“ zu tun hat, kommt man selten darum herum, ihn mit dem Ausdruck „kitschig“ zu verbinden. Trotz des gleichen Klanges hat dieser Begriff nichts mit dem „Kitch“ in der Biberstraße im 1. Bezirk zu tun.

Der Name „Kitch“ leitet sich aus dem Herzstück des Lokals ab, der Küche. Das Projekt „Kitch“ besteht aus drei Teilen: der Pizzathek, dem „GRILL & BAR by Juan Amador“ und dem Club im Untergeschoss des Lokals. Das Besondere ist, dass alle drei Teile des Lokals aus ein und derselben Küche bedient werden. Im Gespräch mit Gesellschafter Roman Dorn fiel immer wieder der Ausdruck „Tanz der Sinne“ als inoffizielles Motto des Lokals. Es folgt nun der Versuch das „Kitch“ mit allen Sinnen wahrzunehmen.

Sehen:

Kitch Pizza (c) Kitch

Wenn man „Kitch Pizza“ betritt, erkennt man auf den ersten Blick, dass so gut wie gar nichts an eine Pizzeria erinnert. Der Betonboden, die weißen Ziegelwände, der große und offene Raum, man
verbindet auf den ersten Blick relativ wenig mit einer „klassischen“ Pizzeria. Ins Auge sticht jedoch der original neapolitanische Pizzaofen am Ende des Lokals. Um ihn überhaupt in das Lokal bringen zu können, musste die gesamte Front des „Kitch“ entfernt werden. Architektonisch hat man das Thema Pizzeria bewusst beiseitegelassen. Das Innere soll zeitlos sein, als Gast „soll man sich nicht nach kurzer Zeit satt gesehen haben“. Man versuchte, sich mehr am Chicago der 20er und 30er Jahre zu orientieren, einfach ein internationales und urbanes Flair miteinzubeziehen. Die Einrichtung ist relativ puristisch gehalten: Holztische und Lederbänke bieten den Gästen Platz. „Was nach Holz aussieht, ist Holz, was nach Leder aussieht, ist Leder“, so Dorn. Eine Besonderheit ist die Tatsache, dass die im Lokal hängenden Bilder immer wieder ausgetauscht werden. Kooperationen mit Galeristen tragen dazu bei, dass es immer wieder Neues an den Wänden zu entdecken gibt. Genauso erhalten im „Kitch“ JungkünstlerInnen die Möglichkeit, die Wände für Ausstellungen ihrer Bilder zu nutzen. Die Themen Kunst und Ausstattung sind im „Grill & Bar“ ebenfalls erkennbar. Während im Pizzabereich das Urbane vorherrscht, wurde im Grillrestaurant versucht, den Wiener Jugendstil zu integrieren und neu zu interpretieren. Die goldene Bar als Hommage an Otto Wagner, der Bezug der Sitzgelegenheiten, der extra für das Lokal eingefärbt wurde sowie ein Wandgemälde vom Aktionskünstler Enrique Fuentes – der Restaurantbereich ist künstlerisch hochwertig gestaltet, aber keineswegs erzwungen. Der Club im Untergeschoss ist wirklich als „Club“ zu verstehen, „sollte jemand bei uns eine Diskothek suchen, wird man bei uns nicht fündig“, so Dorn. Der „VIP-Bereich“ des Clubs ist durch einen separaten Eingang aus der Pizzathek erreichbar. Die Rahmen an den Wänden des Clubs stammen von der Wiener Stuckmanufaktur und lassen ebenso den Jugendstil erkennen. Sie verpassen dem „Kitch Club“ ein ganz besonderes Flair. Dimmbares Licht und Schwarzlicht verleihen dem Club eine außergewöhnliche Note.

Riechen & Schmecken:

Kitch Grill & Bar (c) Kitch

Die vor etwa eineinhalb Jahren eröffnete Pizzathek hat sich auf original neapolitanische Pizza, erzeugt mit Originalzutaten aus Neapel, spezialisiert. Warum spricht man dort eigentlich von einer
„Pizzathek“ und keiner „Pizzeria“? Roman Dorn erklärt, dass man versucht, eine Pizzeria sowie das angebotene Food-Sharing mit einer Vinothek zu verbinden und so zu jedes bestellte Gericht mit dem passenden Wein anzubieten. Eine Spezialität ist die Pizza Vulcano, die schon von ihrer Optik an einen Vulkan erinnnert. Schwarzer Teig, Tomatensauce, die die Lava symbolisiert, Vulcanoschinken, Rucola, Grana – einfach neapolitanisch geschmackvoll. Außergewöhnlich ist die große Auswahl an „Pizze Bianche“, weiße Pizzen, die ohne Tomatensauce zubereitet werden. Ergänzt wird die Speisekarte durch eine große Auswahl an Brasserie- sowie wechselnden Tagesgerichten. Die Zutaten der meisten Speisen werden zweimal in der Woche frisch geliefert und bewusst ausgewählt. Die Gerichte werden – je nach Wunsch – „klassisch“ oder nach dem Sharing-Prinzip serviert. Das „Grill & Bar“ hat momentan von Dienstag bis Samstag geöffnet, der Sonntag bleibt der „Pizza Sunday“ in der Pizzathek. Die Küche bleibt sonntags geschlossen, man bietet Suppe, Antipasti und Pizza an. Für das „Grill & Bar“ wurde der Sternekoch Juan Amador mit ins Boot geholt und seit Mai auch sein Küchenchef Daniel Maximilian Kuban, der für das kulinarische Konzept im Kitch verantwortlich ist. Amadors Idee war es, ein Grillrestaurant zu gestalten, dass zwar etwas glamouröser als die anderen ist, jedoch durch Einfachheit, aber hohe Qualität besticht. Hervorzuheben ist, dass vor allem beim Fleisch auf nationale und internationale Qualität geachtet wird – so werden neben Fleisch von österreichischen Betrieben auch diverse Cuts von Australischen Rindern oder japanisches Wagyu-Beef angeboten. Der Barbereich im „Grill & Bar“ hat eine eigene Speisen- und Getränkekarte, die sowohl kleine Snacks als auch Cocktails und erlesene Weine beinhaltet. Für die Weine zeichnet der Sommelier und Restaurantleiter des „Grill & Bar“ Hans-Peter Ertel verantwortlich. Im Gespräch klingt die Idee nach dem Konzept eines „Dinner and Dance“ – zuerst qualitativ hochwertig zu Abend essen und danach seine Zeit im „Kitch“ im Club ausklingen lassen. Im Club existiert ein Speisenlift, mit dem den Besuchern aus der Küche Essen wie zum Beispiel Fingerfood oder andere Snacks gebracht werden kann. Besonders erwähnenswert ist der Plan, am Wochenende über den Lift zu später Stunde Pizza in den „Kitch Club“ zu liefern, um den Hunger der Gäste zu stillen. Hier ist auch wieder das Juan-Amador- Konzept erkennbar – die Küche als Herzstück des „Kitch“, die alle Teile des Lokals miteinander verbindet.

Hören:

Kitch Club © Philipp Lipiarski / www.lipiarski.com

Sowohl das „Kitch Pizza“ als auch das „Kitch Grill & Bar“ überzeugen durch stilvolles Ambiente und eine lockere Atmosphäre. Während die Musik im Pizzabereich aus Lautsprechern kommt, wird das „Grill &Bar“ von einer DJane musikalisch begleitet werden. Sie wird mit Soul-/Funk-/Jazzmusik für eine entspannte Stimmung sorgen und lädt so zum an der Bar Verweilen ein. Sofern man Lust bekommt, kann man über eine Seitentür im „Grill & Bar“ den Abend im dritten Teil des „Kitch“ im Untergeschoss des Lokals, den Club, ausklingen lassen. Dieser bietet für etwa 350 Personen Platz und wird an drei Tagen in der Woche bespielt. Mit an Bord ist die amerikanische R’n’B-Sängerin „Truth Hurts“, die mit ihrem Song Addictive international höchst erfolgreich war. Sie wird dort einmal in der Woche live auftreten. Zusätzlich soll einmal im Monat ein vorher nicht angekündigter Musikstar auftreten. Der Plan der Betreiber ist es, sich als „der R’n’B-Club in Wien zu etablieren, der die gesamte Geschichte dieses Musikstils erzählt“. Von den Anfängen in den 50er- und 60er-Jahren, über die 80er- und 90er-Jahre, die Hochblüte des R’n’B, bis zur Gegenwart – das Genre ist dasselbe, die Musik bleibt allerdings nie gleich. Wechselnde DJs sowie hochwertige Tontechnik machen einen Besuch im Club zum Erlebnis. Bis dato war und ist der Club nur für Sonderveranstaltungen nutzbar, jedoch wird er am Wochenende des 10. und 11. November offiziell eröffnet.

Fühlen:

Dieser Sinn muss in diesem Fall etwas weiter begriffen werden. Roman Dorn, der selbst „fast schon detailverliebt“ das „Kitch“ gestaltet hat, erhebt mit Recht den Anspruch, dass sich alle Gäste wohlfühlen sollen. Man spricht im Großen und Ganzen keine definierte Zielgruppe an – junge Leute, die Lust auf einen Clubbesuch haben, Familien, die ein gemeinsames Essen erleben wollen oder Gäste, die einfach nur einen Drink nach der Arbeit an der Bar nehmen möchten. Der Wohlfühlfaktor wird durch die Flexibilität des Lokals verstärkt. Je nach Wunsch können bei unterschiedlichen Veranstaltungen Teile des Lokals abgetrennt und vom restlichen Betrieb unabhängig gestaltet werden. Von Weihnachts- und Geburtstagsfeiern über Shows im Club bis hin zu Babyshower-Parties – das „Kitch“-Team und das Team der „Kitch“-Eventabteilung lassen keine Wünsche offen. Eine der potentiellen Veranstaltungsreihen mit dem klingenden Namen „Soulfood“ fasst die Absicht des Lokals zusammen: Soulmusik trifft Kulinarik, Essen für die Seele. Nach Absprache ist auch der Wechsel vom klassischen „A-la- carte-Restaurant“ zum Menü auf Sterneniveau umsetzbar. Man setzt sich im „Kitch“ zum Ziel, dass ein Besuch in einem der beiden Lokale oder im Club etwas Besonders wird. Es soll ungezwungen und somit für keinen Menschen langweilig sein. Dass das Alter des Publikums bei Clubevents eher „zwischen 18 und etwa 30 Jahren“ liegen wird, erwähnt Dorn offen.

Das Konzept des „Kitch“ ist durchaus mit den menschlichen Sinnen vergleichbar – die drei Teile des Lokals sind unabhängig, aber nie ganz getrennt voneinander nutzbar. Für ein unvergessliches, ganzheitliches Erlebnis empfiehlt es sich, bei einem Besuch mehrere seiner Sinne anzusprechen -Stilvolles Ambiente, ausgezeichnetes Essen, edle Weine, passende Musik, entspannte Atmosphäre Egal ob in der Pizzathek, im „Grill Bar“ oder im Club, das Team vom „Kitch“ um Juan Amador freut sich auf Sie und lädt zum Tanz der Sinne.

 

Kitch

Biberstraße 8, 1010 Wien

www.kitch.at

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