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Goldene Kännchen ehren Engagement für Wiener Kaffeehauskultur

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Montagabend wurde im Wiener Looshaus bereits zum achten Mal das Goldene Kännchen vom Klub der Wiener Kaffeehausbesitzer für außerordentliches Engagement für die Wiener Kaffeehauskultur verliehen.

Bereits zum achten Mal zeichnete der Klub der Wiener Kaffeehausbesitzer am Montagabend Verdienste um die Wiener Kaffeehauskultur mit dem Goldenen Kännchen aus. Die Auszeichnung würdigt Menschen aus Wirtschaft, Kultur, Politik und Gesellschaft für ihr herausragendes Engagement, mit dem die 334-jährige Erfolgsgeschichte der Wiener Kaffeehäuser auch in Zukunft fortgeschrieben wird. Als starke Stimme der Wiener Kaffeesieder bittet der Klub der Wiener Kaffeehausbesitzer, der auch den glanzvollen Wiener Kaffeesiederball veranstaltet, Menschen auf die Bühne, die sich seit vielen Jahren unermüdlich und auf vielfältige Art für den Erhalt der Kaffeehauskultur einsetzen.

„Die Wiener Kaffeehauskultur ist weltweit einzigartig und zählt zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe. Das Kaffeehaus lebt von und mit den Menschen, die es täglich besuchen und sein Ambiente über den Wandel der Zeit hinweg prägen“, so Klubobfrau Christina Hummel vom Wiener Café Hummel bei der diesjährigen Verleihung im Looshaus.„In Wien ist Kaffee nicht nur ein Grundnahrungsmittel, sondern ein wesentlicher Wirtschafts- und Tourismusfaktor. Die Wirtschaft und die Gastronomen brauchen nicht nur Anerkennung, sondern auch Wertschätzung. Das Goldene Kännchen ist ein würdiges Zeichen der Wertschätzung für große Verdienste“, betonte auch WKO-Vizepräsidentin Ulrike Rabmer-Koller.

(c) Richard Schuster

Würdige Preisträger werden im Wiener Looshaus ausgezeichnet

In diesem Jahr zeichnet der Klub der Wiener Kaffeehausbesitzer mit seinen rund 150 Mitgliedern Galerist Ernst Hilger in der Kategorie „Kunst und Kultur“, Martino Zanetti, President of the Hausbrandt-Holding in Wien, in der Kategorie „Wirtschaft“ und Ronald Bocan als „Kaffeesieder des Jahres“ aus. Für sein Lebenswerk wird Julius Meinl-Prokurist Ewald Laister geehrt.

Ernst Hilger: Zeitgenössische Kunst trifft Wiener Kaffeehaustradition

Ernst Hilger vernetzt seit vielen Jahren die zeitgenössische Kunst mit der Wiener Kaffeehauskultur und hat bereits mehrfach das Motiv für den beliebten Fächer am Wiener Kaffeesiederball beigesteuert. Investor Heinrich-Rupert Staller sagt in seiner launigen Laudatio: „Seine Liebe zum Kaffee sieht man an der Lage seiner Galerien, die immer in unmittelbarer Nähe zu ehrwürdigen Kaffeehäusern liegen. Ernst Hilger sinnierte mit Erwin Ringelim Café Museum, diskutierte mit seinem Freund Robert Hochner im Café Hawelka und importierte die Wiener Kaffeehauskultur sogar nach Frankfurt. Als der Espresso in Österreich Einzug hielt, zählte er gemeinsam mit Bürgermeister Helmut Zilk und BILLA-Gründer Karl Wlaschek zu den ersten Fans, die im Café de l’Europe die italienische Spezialität an der Bar genossen. Mit seinem Ziehvater Alfred Hrdlicka ist er schließlich im Café Bräunerhof angekommen, das auch heute noch sein Lieblings-Café ist, um sich gegenseitig anzuschweigen und die Zeitung wegzunehmen.“

Martino Zanetti: Botschafter der europäischen Kaffeehauskultur

Martino Zanetti ist nicht nur in seiner Funktion als President of the Hausbrandt-Holding in Wien ein Botschafter der europäischen Kaffeehaus- und Genusskultur. Er selbst ist auch Künstler und hat bereits ein Fächermotiv für den Wiener Kaffeesiederball gestaltet. Die gesamte Familie Zanetti ist dem Wiener Kaffeehaus eng verbunden und unterstützt den Fortbestand und die Entwicklung mit vereinten Kräften. Den Preis nahm stellvertretend Hausbrandt-Manager Alberto Maguolo entgegen. In seiner Laudatio sagt Markus Habsburg-Lothringen: „Martino Zanetti lebt die imperiale Kaffeeverbindung zwischen Triest und Wien. Als Künstler gehören für ihn das Schöne und das Gute zusammen und gipfeln im Genuss im Kaffeehaus. Mit seinem Kaffee will er den Tag für die Menschen schöner und reichhaltiger machen.“

Ronald Bocan ist Kaffeesieder des Jahres

Als Kaffeesieder des Jahres wird Ronald Bocan gewürdigt. Seit über 30 Jahren engagiert sich der Eigentümer von Bocan’s Café im Klub der Wiener Kaffeehausbesitzer und zählt zu den großen Unterstützern des Wiener Kaffeesiederballs, der in dieser Saison am 18. Jänner 2018 stattfinden wird. Die Laudatio hält seine Schwägerin Andrea Bocan und erzählt aus dem Leben des passionierten Gastronomen: „Die Architektur seiner Cafés besticht immer durch Moderne und Gemütlichkeit. Xaver Schwarzenberg machte sie ebenso zum Drehort für Film- und Fernsehproduktionen wie der Nachrichtensender CNN. Sein Herzblut fließt für den Kaffeesiederball, der nicht nur für ihn der schönste Ball der Stadt ist.“

Julius Meinl-Prokurist Ewald Laister wird für sein Lebenswerk ausgezeichnet

Julius Meinl-Prokurist Ewald Laister hat den Klub der Wiener Kaffeehausbesitzer mitaufgebaut und ist als umsichtiger wie umtriebiger Manager für die Wiener Traditionsmarke stets im Dienste der Kaffeehaustradition. Nach 34 Dienstjahren wird Laister 2018 den Ruhestand antreten, der Wiener Kaffeehauskultur aber weiterhin eng verbunden bleiben. Julius Meinl-CEO Marcel Löffler würdigt seinen langjährigen Kollegen auch im Namen der Familie Meinl: „Ewald Laister ist ein Autodidakt, der Kaffeeliteratur verschlungen und sich selbst zum Experten weitergebildet hat. So wurde er mit seinem Wissen nicht nur zum starken Partner der Wiener Kaffeesieder, sondern auch zum ‚Hipster der 1980er-Jahre’. Mit der Julius Meinl Kaffeeakademie hat sich der Evangelist der Kaffeehauskultur selbst eine Kathedrale gebaut, deren Tabernakel die Kaffeemaschine ist. Er selbst hat 12.000 Menschen ausgebildet – darunter auch die Crews von Austrian Airlines, die seither mit einem Lächeln den Kaffee hoch über den Wolken servieren. Viele seiner Jünger wurden selbst zu Kaffee-Evangelisten, die in Summe weit über 50.000 Menschen auf der ganzen Welt für die Wiener Kaffeehauskultur begeistern.“

(c) Richard Schuster

Namhafte Kaffeehaus-Fans gratulieren den Preisträgern

Beim stilvollen Abend im Wiener Looshaus gratulierten auf Einladung des Klubs der Wiener Kaffeehausbesitzer unter anderen Intendant Adi Hirschal, VGN-Generalbevollmächtigter Helmut Hanusch, Kommunikationsberaterin Kristin Hanusch-Linser, Herausgeber Martin Gastinger, Unternehmerin Christina Meinl, Sängerin Dorretta Carter, Wirtschaftskammer Gastronomie-Fachgruppenobmann Peter Dobcak, WKO-Vizepräsidentin Ulrike Rabmer-Koller, Nicole Hostnik (Café Bräunerhof), Schlumberger-Geschäftsführer Walter Wallner, Unternehmer Mauro John Maloberti, Christl Sedlar (Café-Restaurant Prückel), Ulrich Traxlmayr (Café Traxlmayr), Anna Karnitscher (Café Weidinger), Gastronom Josef Bitzinger, Anita Querfeld (Café Landtmann), Franz Schubert (Café Korb), Unternehmer Thomas Meinl senior und Wolfgang Binder (Café Frauenhuber).

Träger der Goldenen Kännchen seit 2009

Zu den bisher Ausgezeichneten zählen unter anderen Schauspielerin Dagmar Koller, Bundesminister a.D. Rudolf Hundstorfer, Unternehmer Hans Staud, Wirtschaftskammer Wien-Präsidentin a.D. Brigitte Jank, echo medienhaus-Geschäftsführer Christian Pöttler, Café Prückl-Chefin Christl Sedlar, Theater in der Josefstadt-Direktor Herbert Föttinger, Bürgermeister Michael Häupl, Architekt Gregor Eichinger, Sacher-Grande Dame Elisabeth Gürtler, Café Sperl-Besitzer Manfred Staub, Landtmann-Besitzerin Anita Querfeld, Europapolitiker Erhard Busek, Unternehmer Thomas Meinl senior, Schauspielerin Ulrike Beimpold, Kammersängerin Dagmar Schellenberger, Ex-Politikerin Eva Glawischnig, Kaffeesieder Josef Zeiner, Brau Union-Generaldirektor Markus Liebl, Komponist Christian Kolonovits, Honorar-Vizekonsulin Birgit Sarata, Kaffeesieder Heinz Fischelmaier, WienTourismus-Direktor Norbert Kettner,Kaffeesiederin Susanne Widl, Coca-Cola Hellenic-Manager Werner Unger,Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny, Herausgeberin Desirée Treichl-Stürgkh, Teespezialist Andrew Demmer und Kaffeesieder Reginald Walter Dreier.

Über den Klub der Wiener Kaffeehausbesitzer

Der Klub der Wiener Kaffeehausbesitzer ist ein Zusammenschluss der traditionellen und innovativen Kaffeehäuser Wiens. Das Hauptaugenmerk des Klubs der Wiener Kaffeehausbesitzer liegt auf der Förderung kultureller Projekte in den Kaffeehäusern. Zu den wichtigsten Aufgaben gehört darüber hinaus die Vertretung des Klubs und seiner Mitglieder gegenüber Medien, Verwaltung und Interessenten aus der Wirtschaft. Die Schaffung eines Netzwerkes und die Förderung des Erfahrungsaustausches, sowie die gegenseitige Unterstützung in Notsituationen gehören ebenfalls zu den Fundamenten des Klubs. Durch Weiterbildungsveranstaltungen und Exkursionen soll das allgemeine Niveau erhalten und gesteigert werden. Mit dem traditionsreichen Ball der Wiener Kaffeesieder veranstaltet der Klub einen der glanzvollsten Bälle Wiens, der 2018 bereits zum 61. Mal stattfinden wird. Weitere Informationen auf http://www.kaffeesieder.at.

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