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Den Cheesecake-Himmel gibt es wirklich – im Garten Café Marriott

(c) Angelika Mosz (c) Angelika Mosz

Es ist Sonntag um die Mittagszeit. Die ungewöhnlich starke Oktobersonne wärmt die in der Schlange anstehenden Menschen vor dem Marriott-Hotel. Sie alle, sowie auch ich, sind bereit die neusten Cheesecake-Kreationen zu verkosten. Ich begutachte die mindestens zwanzig Meter lange Anstellreihe und schätze mich glücklich, dass ich dem entgehen darf und direkt zum Pressetisch aufgerufen werde. Das Garten Café befindet sich im Erdgeschoss des Hotel Marriott. Bäume und Sträucher verleihen dem Raum Lebendigkeit. Gleichzeitig dienen sie zur Trennung der von gemütlichen Sitzmöglichkeiten umrandeten weißen Tische. Insofern haben die Gäste genug Privatsphäre, um in Ruhe über die angebotenen Köstlichkeiten zu schwärmen, oder Geheimnisse auszutauschen.  Am Ende der Halle gelangt man an den ersten Indoor-Wasserfall Wiens, der dem Hotel ein beinahe dschungelhaftes, aber dennoch edles Flair verleiht.

(c) Angelika Mosz

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Während ich die Vitrinen voll von riesigen Käsekuchen-Stücken bewundere und die zufriedenen Gesichter beim Verzehr des exquisiten Gaumenschmauses beobachte, bekomme ich einen Teller mit sechs verschiedenen Cheesecake-Sorten serviert. Mir wird erklärt, dass es bei der Verkostung um die Wahl seines persönlichen Favoriten mittels Onlineabstimmung geht.  Der am öftesten gewählte Käsekuchen wird ab dem nächsten Monat mit in die Karte aufgenommen. Zur Auswahl stehen Wallnuss-, Vanillekipferl-, Ahornsirup/Speck-, Apfelauflauf-, Maroni/Schokolade- und Blutorange/Lebkuchen Cheesecake. Jedem Kuchen wird ein Facebook-Smiley zugeordnet, mit dem man heuer erstmals online abstimmen kann.

 

 

Die erste Cheesecake-Verkostung fand bereits 2013 statt und wurde jahrelang mittels

(c) Angelika Mosz

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Fragebogen durchgeführt. Seitdem folgten jährliche Degustationen in den Monaten Mai und Oktober, deren Gewinner-Kuchen die Speisekarte zunehmend erweiterten. Die ersten drei Male war der Oreo-Caramel Cheesecake hoch im Rennen und wurde schließlich aus der Verkostungskarte herausgenommen, nachdem klar war, dass andere Sorten nicht gegen ihn ankommen. Natürlich steht er immer noch zum Verkauf bereit und wird hoch gepriesen. Doch bei der heutigen Verkostung geht es nun um die Chance für andere Cheesecake-Variationen. Aufgrund dessen schafften es außergewöhnliche Kreationen wie der Miss Maple Bacon-Cake in die Top 6. Ja, richtig gehört. Speck mit Ahornsirup, die sich zusammen auf einem Käsekuchen präsentieren. Perfekt für Leute mit ausgefallenem Geschmack. Mich persönlich hat er zwar nicht angesprochen, dafür ist mir aber beim Kosten des Walnuss- und Apfelauflauf-Kuchens das Wasser im Mund zusammengelaufen. Während ich mir die Cheesecakes verträumt auf der Zunge zergehen ließ, schien mir fast, als würde ich die Engel des Cheesecake-Himmels singen hören.

(c) Angelika Mosz

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Nicht wunderlich, dass beide meiner Lieblingssorten ebenso im Voting führten und der Walnuss-Cake schließlich erster wurde. Unter dem Strich mögen es die Österreicher doch noch ziemlich traditionell. Dabei war der anfängliche Plan vor fünf Jahren, als der von der Cheesecake Factory inspirierte Geschäftsleiter aus New York zurückkam, große, ausgefallene Cheesecakes zu produzieren und verkaufen. Nichtsdestotrotz  ist der Plan aufgegangen. Immerhin verursachen die köstlichen Käsekuchen nicht nur jegliche Geschmacksexplosionen, sondern sind auch ein beinahe künstlerischer, majestätischer Anblick für das Auge.

Wenn es so weitergehen sollte, steht dem Traum eines Foodtrucks mit Kaffee und Cheesecake nichts mehr im Wege. Nach Vorstellung der Marriott-Mitarbeiter würde dieser optimalerweise in zwei Jahren etabliert werden. Wir halten ihnen die Daumen, dass ihr Traumplan verwirklicht wird. Bis dahin: lasst euch von den kreativen Käsemischungen verzaubern!

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