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TierärztInnen im BSA präsentieren Österreichisches Lebensmittelqualitätsmodell

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Wien (Culinarus/OTS) – „Welche Qualität haben die Produkte in meinem Einkaufswagen? Diese Frage ist auch für erfahrene EinkäuferInnen nicht immer leicht zu beantworten“ formuliert Abg.z.NR. Ing. Markus Vogl, SPÖ. Oft sind Qualitätsaspekte unzureichend abgebildet oder orientieren sich hauptsächlich nach den Marketingerfordernissen der Hersteller. „Was tatsächlich hinter einer Qualitätsangabe steckt, ist eine wichtige Entscheidungshilfe für die KonsumentInnen beim Einkauf. Wir wollen sichere Lebensmittel von hoher Qualität mit klarer Kennzeichnung – das stärkt das Vertrauen in die Produkte und sichert die Marktchancen für österreichische LebensmittelproduzentInnen- und unternehmerInnen.“

Das von den TierärztInnen im BSA entwickelte Österreichische Lebensmittelqualitätsmodell macht es erstmals möglich, nachvollziehbar und übersichtlich Qualitätsmerkmale von Erzeugnissen der Lebensmittelwirtschaft transparent darzustellen. Dabei geht es nicht um neue Gütesiegel, sondern um die Transparenz bestehender Qualitätsauszeichnungen – kurz gesagt um „mehr Übersicht im Dschungel der Qualitätsauszeichnungen“. Das Österreichische Lebensmittelqualitätsmodell umfasst dabei Qualitätsmerkmale wie Nährstoffe/Inhaltsstoffe, Zusatzstoffe, die Gentechnikfreiheit, das Tierwohl, die Regionalität/Herkunft, Aspekte der Umwelt und der Verantwortung für die Gesellschaft (=CSR, Corporate Social Responsibility), die Qualitätssicherung und die Verarbeitungsqualität.

Das Österreichische Lebensmittelqualitätsmodell wurde am 20. März 2017 erstmals in einer Veranstaltung der BSA-TierärztInnen vorgestellt und auf Basis der Diskussionsbeiträge erweitert. Im Rahmen einer Online-Umfrage von 20. Juni bis 16. August 2017, an der sich 433 TeilnehmerInnen aktiv beteiligt haben, wurden Einschätzungen über die Wertigkeit der vorgeschlagenen Informationen eingeholt und Anregungen für die Weiterentwicklung eingesammelt. Diese Impulse sind im vorliegenden Modell eingearbeitet. Die Umfrage zeigt, dass es ein steigendes Interesse an der Vielzahl von Qualitätsaspekten gibt und die Situation für die KonsumentInnen unbefriedigend ist. Die Informationen werden seitens der Anbieter nicht im gewünschten Umfang oder in der gewünschten Klarheit abgedeckt. Informationen müssen leicht verständlich und verfügbar sein, um Entscheidungsfreiheit beim Einkauf zu ermöglichen. Das Österreichische Lebensmittelqualitätsmodell stellt einen Lösungsansatz mit breiter Unterstützung dar. Das Modell muss jedoch noch weiterentwickelt werden. Es muss klar zu erkennen sein, auf welcher Stufe ein Qualitätsmerkmal das übliche bzw. das gesetzlich festgelegte Maß übersteigt. Bei einigen Kriterien, wie z. B. „regional“, „Tierwohl“, „Verantwortung für die Gesellschaft“ und „Umwelt“ müssen diese Stufen noch festgelegt werden.

„Dazu ist die Unterstützung der Verantwortlichen in der nächsten Bundesregierung erforderlich. Wir fordern, dass das künftige Regierungsübereinkommen diesen Aspekt der verbesserten KonsumentInneninformation berücksichtigt“, so Vogl weiter. Das Österreichische Lebensmittelqualitätsmodell ist ein Beitrag zur Stärkung des Vertrauens der KonsumentInnen in Lebensmittel und damit auch ein Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Österreich.

Die TierärztInnen im BSA werden diesen Weg mit ihrem Knowhow unterstützen.

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