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Ist Kindern nicht Wurst! – vegane Erziehung

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Vegane Ernährung

Als Veganer verzichtet man auf alle tierischen Produkte wie Milch, Fleisch, Fisch, Eier u.v.m. Doch was bewegt Menschen dazu, sich ausschließlich vegan zu ernähren? Einer der Hauptgründe ist der Schutz der Tiere, anschließend spielen gesundheitliche Faktoren eine Rolle und die vermeintlich längere Lebenszeit. Zudem schaden Veganer der Umwelt deutlich weniger als Fleischesser. Immerhin stammen achtzig Prozent der Klimagase aus der Tierhaltung. Gleichzeitig ist Veganismus eine Art Lebenseinstellung und -philosophie. Wer sich dazu entscheidet, jenen Lebensstil zu praktizieren, für den ist es ratsam, sich ausführlich über vegane Ernährung zu erkundigen. Dadurch würde man vermeiden, dass Themen wie Nährstoffmangel und Ernährung von Kindern zu Problemen werden.

Veganismus und Kinder

Die Idee vegan leben zu wollen, komme nie vom Kind selbst – so Herr Uwe Knop im StandardInterview. Sein Buch „Kind, iss was … dir schmeckt!“ ist nun am Markt und beschäftigt sich unter anderem mit veganer Ernährung. Der Autor weiß sehr wohl, dass kindliche Körper nach Energie dursten. Das nehmen sie üblicherweise in Form von Fett, Kohlenhydraten und Eiweiß zu sich, weshalb Gerichte wie Pasta, Pizza und Schnitzel hoch oben auf der Liste der Lieblingsspeisen vieler Kinder stehen. Demnach gilt auch für vegan lebende Eltern, ihr Kind alles probieren zu lassen, was es begehrt. Denn falls ein Fehler im veganen Ernährungsstil passieren sollte, könnte es erhebliche Folgen für die Gesundheit des Kindes in Form von Entwicklungs- und Wachstumsstörungen haben.

Nährstoffe, die schwer abzudecken sind

(c) iStock KarpenkovDenis

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Nahrungsmittel auf die Veganer verzichten sind unter anderen Fleisch und Fisch. Doch genau in diesen befinden sich wichtige Nährstoffe wie die Vitamine B12 und D. Diese sind glücklicherweise desgleichen in Sauerkraut enthalten und somit auch für Veganer verfügbar. Darüber hinaus ist Vitamin D in Pilzen, Eiern und Käse enthalten. Nichtsdestotrotz empfiehlt es sich laut Ernährungswissenschaftlerin Barbara Kalaus, täglich mindestens fünfzehn Minuten in die Sonne hinausgehen, um genügend Vitamin D aufzunehmen.

Des Weiteren seien Mineralstoffe wie Kalzium und Zink für Veganer schwer zu ersetzen. Ein erhöhter Konsum von Vollkornprodukten wäre eine Lösung. Obendrein ist es eine Herausforderung, genügend Eisen zu sich zu nehmen, da es aus tierischen Produkten viel leichter aufgenommen werden kann als aus pflanzlichen. Obwohl sich der meiste Eisenanteil in Fleischprodukten findet, kann man trotz eines veganen Lebensstils jenen Mineralstoff aus Hülsenfrüchten beziehen. Diese wären: Linsen, Bohnen und Erbsen. Außerdem beinhalten Haferflocken, Weizenkleie und Hirse ebenso viel Eisen. Allgemein greift man am besten zu einer bedeutenden Menge an Obst und Gemüse, da sie vieles abdecken, was man durch den Verzicht auf tierische Produkte nicht zu sich nehmen kann – so Barbara Kalaus.

 

Expertenmeinung

Laut Meinung von Pädagogen haben außergewöhnliche Ernährungsweisen keinen Sinn, wenn jene Ideen und Wünsche nicht vom Kind selbst kommen. Abgesehen davon, komme kein Kind im Kindergartenalter alleine auf die Idee, sich vegan ernähren zu wollen. Allerdings kommt es in Kindertagesstätten trotzdem  vor, dass Kindern die vegane Ernährung von deren Eltern aufgedrängt wird.

Ernährungswissenschaftlerin Barbara Kalaus empfiehlt für Kinder eine ausgewogene Mischkost. Sie ist sich mit Kindergartenpädagogen einig, dass Kinder so viele verschiedene Lebensmittel wie möglich probieren sollten, um alle Geschmacksnoten kennen zu lernen und dadurch die individuelle Geschmacksentwicklung jedes Kindes zu unterstützen. Somit kann ein junger Mensch selbst spüren, was seinem Körper guttut und eines Tages für sich selbst entscheiden, ob er sich in Zukunft vegan ernähren möchte. Laut Kalaus sei Veganismus keines Falls medizinisch begründet und aufgrund des hohen Nährstoffmangelrisikos gefährlich für Kinder. Somit steht grenzenlosem Genuss nichts mehr im Wege.

 

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