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Schlank in den Herbst – Warum Low Carb-Grillen ein Megatrend ist

(c) iStock AlexRaths (c) iStock AlexRaths

Wien (Culinarius/Weber-Stephen Österreich GmbH) Unter Low Carb versteht man eine gesunde Diätform, bei der man den Verzehr von Kohlenhydraten möglichst einschränkt und dafür vor allem Eiweiß zu sich nimmt. Dieser Stoff ist nämlich der Grundbaustein des menschlichen Körpers und aus lebenswichtigen Aminosäuren aufgebaut. Führt man diese dem Körper in möglichst natürlicher Form zu, profitiert der Stoffwechsel enorm. Und so wird Low Carb am Grill zum Megatrend: „Mit hoher Hitze erzeugen wir bei eiweißreichen Lebensmitteln die Maillard-Reaktion: Diese sorgt für köstliche Röstaromen und die bräunliche, geschmackvolle Färbung, überschüssiges Fett kann durch den Rost einfach abtropfen – im Gegensatz zu Pfannen, Bratformen & Co.“ Wie man den Trend des Low Carb-Grillens am besten in die Praxis umsetzt, erklärt Weber Grillacademy Original Grillmeisterin am Standort Bad Vigaun, Maria Egger.

 

Eiweiß – die Basics

Eiweiß ist der Grundbaustein von Muskeln, Knochen, inneren Organen und Gehirnzellen – die bestehen nämlich aus Proteinen und damit wiederum aus Aminosäuren. „Auch in unserer Nahrung sind diese Aminosäuren zu finden, daher sollten wir sie unserem Körper in möglichst natürlicher Form zuführen“, so die Expertin. Eiweiß regt den Stoffwechsel an, sättigt gut und jagt den Blutzuckerspiegel nicht in die Höhe. Man sollte allerdings darauf achten, dem Körper nicht mehr Eiweiß zuzuführen, als er tatsächlich auch verbrauchen kann. „Die Daumenregel für den Eiweißkonsum sind 0,8 Gramm pro 1 Kilogramm Körpergewicht“, erklärt die Weber-Grillmeisterin. Bei einem Menschen mit 80 Kilogramm Gewicht sind das 64 Gramm Eiweiß pro Tag – das erreicht man schon mit einem 200 Gramm-Lachssteak. Wer übermäßig viel Eiweiß konsumiert (mehr als rund 2g/1kg Körpergewicht), sollte darauf achten, genug zu trinken – denn Eiweiß wird in Form von Harnstoff über die Niere abgebaut. Überflüssiges Protein wird außerdem in Glukose umgewandelt, wofür der Körper sehr viel Energie braucht – später kann man das als Hüftgold bewundern.

 

Eiweißreiches Grillgut

Darf’s ein gegrilltes Lachssteak sein? Natürlich! „Einen hohen Anteil an Eiweiß findet man vor allem bei Käse, Fisch, Hülsenfrüchten oder Fleisch. Auch Nüsse und Samen liegen weit vorne, eine wahre Eiweiß-Bombe sind Eier“, sagt Egger. Rund 30 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm hat Grillgut wie Lachs, Puten- oder Hähnchenfilet. Auch Sojabohnen, Schweinefilet, Wildschwein oder Forelle haben viel Eiweiß, nämlich rund 20 Gramm pro 100 Gramm. „Das sind alles Lebensmittel, die sich ideal für den heißen Rost eignen. Wo man aufpassen sollte, sind die Beilagen – denn die sind oft extrem kohlenhydrathaltig. Greifen Sie lieber zu frischen Salaten und Gemüse“, empfiehlt die Weber-Grillmeisterin. Soßen macht man am besten selbst, denn da weiß man auch, was drin ist. Hier eignet sich Joghurt mit diversen Gewürzen und Kräutern hervorragend.

 

Eiweiß am Grill schmeckt besonders gut

„Warum uns eiweißhaltige Lebensmittel vom Grill besonders gut schmecken, liegt an der Hitze des Grills – und damit an der Maillard Reaktion“, so Maria Egger. Unter starker Hitze gehen Zucker und Aminosäuren, die Bestandteile des Eiweiß, neue Verbindungen ein und reagieren zu neuen Stoffverbindungen. Die schmecken wir in Form von köstlichen Röstaromen. Die gebildeten Melanoide sorgen dafür, dass man die abgeschlossene Maillard Reaktion auch sehen kann: sie sind für das typische Aroma und die Färbung von eiweißreichem Geröstetem, Gebackenem und Gebratenem verantwortlich und nebenbei besonders geschmacksintensiv. Die Maillard-Reaktion findet überall statt, wo Eiweiß auf Hitze trifft – somit auch im Backofen und in der Pfanne. „Der Grill ist aber deshalb unter Low Carb-Fans ein besonderer Trend, weil beim Grill überschüssiges Fett einfach abtropfen kann – in der Pfanne und im Backofen bleibt es unmittelbar am Grillgut“, erklärt Egger.

 

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