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Senf, Senf nur du allein…

© Mautner Markhof / Philipp Lipiarski © Mautner Markhof / Philipp Lipiarski
Zu feiern gibt’s immer was! Dieses Mal: den „nationalen Senf-Tag“ am Sonntag, 6. August.

Senf ist im „Würstelstand-Bundesland“ Wien nicht wegzudenken. Zum „Tag des Senf“ verlässt das vielfältige Würzmittel seinen Beilagen-Rang und rückt selbst in den Mittelpunkt.

Wussten Sie etwa, dass man für die Herstellung von einem Kilogramm Senf 500.000 Körner Senfsaat benötigt? Das und mehr erfahren wir von Mautner Markhof. Seit 1841 produziert das Traditionsunternehmen in Wien, seit 2010 setzt man zu 100 Prozent auf heimische Qualität. Verarbeitet wird ausschließlich österreichische Senfsaat, hauptsächlich aus dem Waldviertel und dem Burgenland.

Hier gleich noch 6 weitere Fakten zum Senf:

1. Senf ist seit jeher beliebt: Bereits vor 3000 Jahren in China, später bei den Römern und im 8. Jahrhundert – dank der Erwähnung in den Schriften von Karl dem Großen – schließlich in Mitteleuropa.

2. Vorreiter der Schärfe: Über Jahrhunderte waren Kren und Senf in Europas Küchen die einzig möglichen Zutaten, ein Gericht scharf zu würzen. Pfeffer und Chili ergänzten diese Zutatenpalette erst im 13. bzw. 15. Jahrhundert. Aber Senf kann noch mehr: die enthaltenen ätherischen Öle machen Fleisch mürber, helle Saucen gewinnen durch die Verwendung von Senf an Farbe, Dressings und Vinaigrette an Geschmack. Hier gibt’s noch mehr Anregungen.

3. Ein Muss am Würstelstand: Seit Eröffnung des ersten Wiener Würstelstandes im Jahre 1928 wird traditionell Senf zur Wurst gereicht. Besonders beliebt sind die beiden österreichischen Klassiker Estragon und Kremser Senf. Der scharfe Estragon passt etwa zum Käsekrainer, Kremser Senf zur Bratwurst oder zur „Waldviertler“.

4. Tubenland Österreich: Die Österreicher mögen Senf – im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern – am liebsten in Tuben. Würde man alle Senftuben, die das Mautner Markhof-Werk in Wien Simmering verlassen, aneinanderreihen, so reichen diese von Wien bis Madrid.

5. Senf statt Spinat: Schon Pythagoras war der Meinung, dass Senf nicht nur das Essen, sondern auch den Verstand schärft. Zudem wird dem Senf eine heilende Wirkung bei Leiden wie beispielsweise Arthrose, Migräne oder Bronchitis zugesprochen. In einer Studie der Universität North Carolina wurde Senf als „Spinat 2.0“ identifiziert, er soll Steroide enthalten und dadurch die eigenen Muskeln wachsen lassen sowie – durch die stimulierende Wirkung der Inhaltsstoffe – die Menge des gespeicherten Körperfetts reduzieren. Final bestätigt wurden die Ergebnisse der Studie allerdings nie.

6. „Seinen Senf dazugeben“: Das weit verbreitete Sprichwort wurde im 17. Jahrhundert geprägt. Wirte reichten Speisesenf damals zu fast jedem Gericht– egal, ob es mit ihm harmonierte oder nicht.

Große Vielfalt: Feige, Honig, Kren & mehr

© Mautner Markhof / Philipp Lipiarski

© Mautner Markhof / Philipp Lipiarski

Neben den klassischen Senf-Sorten Estragon und Kremser Senf gibt es auch viele andere genussvolle Variationen der würzigen Köstlichkeit. Insgesamt 12 Sorten hat Mautner Markhof im Sortiment. Von Zwiebel, Pfefferoni, Dijon bis hin zu Honig und Hüttensenf mit Kren ist alles dabei. Mit Ausnahme vom Honigsenf eignen sich die Senf-Produkte auch für den veganen Gaumen.

Wer es noch spezieller mag, dem seien die drei Varianten Feigen-, Bärlauch- und Orangensenf ans Herz gelegt. Diese Spezialitäten gibt es ausschließlich in Gläsern und nur in ausgewählten Geschäften, etwa bei Merkur am Hohen Markt. Sie schmecken großartig zu Käse oder Lachsbrötchen und machen auch als Geschenk was her, nur so als Anregung. Und wo geben Sie Ihren Senf dazu?

 

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