Newsticker

Gaumensex-Alarm im Dining Ruhm

Thomas Hofmann testet Dining Ruhm Thomas Hofmann testet Dining Ruhm

Das Restaurant ist ein altes, gut restauriertes Lokal, dort wo früher das Beisl Lambrecht war. Mit kupferfarbenen Lampen wird etwas Style und Modernität in das Lokal gebracht, wo jetzt die Farbkombination Kupfer (Leuchten, Wände) und Schwarz (Holz, Bänke und Stühle) dominiert.

Die Brüder Marcel und Sascha Ruhm, die das Lokal führen, haben sich damit einen lange gehegten Traum erfüllt. Beide lernten bei »Landhaus Bacher«, »The Fat Duck« und »Nobu-Matsuhisa« Starkoch Nobu, einer in St. Moritz und einer auf Mykonos. Japanisch-peruanische Küche mit Anklängen österreichischer Kochkunst aus einheimischen Qualitätsprodukten ist das Ergebnis. Am 16.06. feierte das Dining Ruhm den ersten Geburtstag und das Konzept findet zunehmend Zuspruch. Die Ruhms entwickeln ihren Küchenstil laufend am Feedback der Gäste und verändern das Konzept anhand ihrer Erfahrungen.

Die Karte präsentiert sich umfangreich in drei Teilen – Abendkarte-Mittagskarte- Vegetarische Karte – letztere mit durchaus eigenständigen Gerichten, davon vier Hauptgerichte, die keine Beilagen sind wie so oft bei uns. Ansonsten dominieren Fisch und Meerestiere, nur vier Fleischgerichte finden sich und ganz wenig Stärkehaltiges, Sättigungsbeilage hierzulande genannt. Brot gibt’s gar nicht, sodass sie viel essen können ohne sich lästiges Magendrücken einzuhandeln. (Eines der Geheimnisse der schlanken Linie aus der japanischen Kultur). Die Speisekarte soll alle paar Wochen variiert werden.

Eine der Besonderheiten im Dining Ruhm ist das Family Style Konzept – die Speisen werden in die Tischmitte gestellt, und jeder greift zu. Wir kennen das von unvergessenen Festen mit Freunden in griechischen Strandrestaurants. Dies ist optimal um Neues zu probieren und Vielfalt zu genießen. Ab zwei Personen wird es serviert, für Dates, Familien und andere Gruppen. Vier Gang „Family Style“ Menü ab 2 Personen pro Person € 49,00, mit Weinbegleitung pro Person € 23,00

Küchenchef Marcel Ruhm, der das Menü für uns zusammenstellt, fragt uns vorab nach Vorlieben und Wünschen – viel Fisch oder eher weniger? Mehr Vegetarisches? Und dann überrascht er uns, aber wie!

Wir beginnen mit Edamame Japanische Sojabohnen mit Maldon Meersalz und Spicy Edamame mit hausgemachter Chilisauce (€ 3,90 und 4, 90).

Die Sojabohnenschoten sind zum Auszuzeln und deshalb bei Kindern sehr beliebt, man nimmt sie spielerisch am Stil, sie sind frisch, knackig, lecker und gesund und erinnern ein wenig an Salzgebäck. Abartig geile, leichte Appetizer!

Danach gibt es Magic Cubes Tücher mit Limettenwasser parfümiert zum Reinigen.

Ich könnte jetzt noch lange weiter schwärmen…, aber ich werde mich auf zwei spezielle Gerichte konzentrieren.

Sashimi Ruhm Style ist der Renner bei ihnen (Österreichisches Lachsforellen Sashimi Yuzu Soja Sauce Sesam (€ 9, 50)

Ein Japanisch-Peruanisch-Österreichisches Crossover- Produkt. Die Lachsforellenscheibchen werden in raffinierter Marinade (Yuzu-Sojasauce) am Teller frisch konfiert mit brennheißem Sesamöl und so leicht gegart. Unvorstellbar, dass das jemand nicht schmeckt!

Das zweite Lieblingsgericht der Gäste – auch viele Asiaten essen hier- ist Tiger Prawn Tempura (3 Stück Black Tiger Garnelen in Tempurateig Creamy Spicy Sauce Blattsalat | Yuzu Dressing (€ 14,50), ebenfalls ein Produkt ihrer speziellen Linie. Obwohl simpel, wie sie selber sagen, Black Tiger Prawns in würzigem Tempurateig auf Mischsalat mit Yuzu Dressing, das den Gesamteindruck dominiert, wollen sie es im September auf der Genussmesse von Gault Millau im Hübner vorstellen.

Letztlich führe ich den Gaumensex-Effekt v.a. auf die geniale Zusammensetzung der Soßen zurück, die der asiatischen Harmonievorstellung von ausgleichenden Geschmäckern folgt und Süße, Zitrusfrische, Umami-Noten von Sesam, Miso oder Sojasauce und umfasst. Und alles ist selbst gemacht sogar die Teryaki- und die Chilisauce. Der Chef leitet die Soßen von Hühnerfonds ab, wie vermutlich bei Bacher gelernt wie einiges andere auch. Süßlicher, karamellisierter Knoblauch, Ingwer, die pikante Schärfe der Jalapeno, die Aromen peruanischer Chilivarianten oder die Geilheit von Trüffelpaste gesellen sich abwechselnd dazu und treiben damit den Gaumensex-Effekt zum Höhepunkt.

Die passenden Weine aus österreichischen Kellereien werden vom Chef selber serviert, die Weinkarte wurde seit der Gründung vor einem Jahr erweitert und bietet Erfreuliches aus den Kellern befreundeter Weinbauern aus verschiedenen Anbaugebieten in Österreich.

Kennen sie den Spruch: „Lieben, was man tut ist Glück“! Ruhms lieben ihren Beruf und daraus entstehen glücksbringende Speisen. Im Dream Team können alle alles, und sie sind gleichzeitig entspannt und leidenschaftlich in ihrem Tun.

Fazit: Wenn Sie die traumhaften Gerichte im Gastgarten genießen möchten, müssen Sie nur den Linienbus ausblenden und offen für neue Geschmäcker sein. Dann werden Sie glücklicher weggehen von hier als sie gekommen sind.

 

DiningRuhm OG
Lambrechtgasse 9, 1040 Wien
Dienstag bis Samstag
11:00 – 14:00 Uhr sowie 17:00 – 23:00 Uhr
Sonntag & Montag geschlossen

Betriebsurlaub:

  1. August bis 12. September 2017

 

Tel. +43 1/ 94 52 224
office@diningruhm.at

https://www.diningruhm.at/

 

 

 

 

Sind Sie auf Facebook? – Jetzt Fan von gastronews.wien werden!

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*