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Café Telegraph

Und wieder ein neues Frühstückslokal in Wien! Ein „hippes“ noch dazu. Vor vier Monaten hat das Café Telegraph in der Garnisongasse in Wien 9 aufgesperrt. Zuvor war darin ein Postamt. Jetzt werden in den Räumlichkeiten allerlei „Vormittags-Must-eats“ serviert.

Wunderschön ist er, der gemusterte Fliesenboden im Telegraph. Und auch die Holztische und die Malereien und die schwarzen, langarmigen „Schreibtischlampen“ an den Wänden. So, wie es sich aktuell für einen Hipsterladen eben gehört, Hauptsache es strahlt urbane Gemütlichkeit aus. Ein großes graues Regal dient als Trennung zur offenen Küche, darin findet man natürlich auch nur hippe Sachen zum Kaufen, unter anderem Bloody Mary aus der Flasche. Im vorderen Bereich des Cafés, das gleichzeitig auch Patisserie sein soll, befindet sich der Tresen inklusive großer Kreidetafel – was sonst – und einer Vitrine mit allerhand Süßem und allerhand „modernen“ Getränken wie Fritz Cola und Fentimans Limonade.

Die Frühstückskarte liest sich recht international: beispielsweise „Very british“ mit Bacon, Bratwurst, Baked Beans, Spiegelei, Tomaten, Portobello-Champignons, Hash Browns (Kartoffeln) und Toast (€ 9,80). Oder doch lieber das russische und vegane „Frühstück aus der Dose“, bei dem man sich mit pikantem Buchweizenbrei mit Zwiebeln, Karotten und gegrillten Melanzanistreifen, Schwarzbrot und Salat satt isst (€ 7,50). Mir war allerdings nach etwas Süßem, ich hab das „Into the West“ probiert: Pancakes mit kanadischem Ahornsirup, hausgemachter Marmelade, Zitronenricotta und Beeren (ab € 7,80). Fünf kleine Pfannkuchen waren es also, die meinen Start in den Tag versüßten. Schön flaumig und „ei-ig“ und frisch schmeckten die. Hab ich in den USA noch nie so serviert bekommen, weil diese Dinger dort auch nicht so „von Hand gemacht“ ausschauen. Dazu dieser ultra-gute Zitronenricotta – sehr fein war das. Was Libanesisches gibt’s auch: Frühstück mit Humus und Baba Ganoush (Auberginenpüree), dann noch mexikanische „Huevos Rancheros“-Spiegeleier miit Bohnen und Tomaten-Chili-Sauce oder doch das „Wiener Original“ – schon klar, was hier dabei ist, oder?

Wer sich sein „wichtigstes Mahl vom Tag“ lieber selbst zusammenstellt, wird im Café Telegraph aber auch glücklich werden. Ein paar verschiedene Omelettes und Varianten des beliebten „Egg Benedicts“ (mit Sauce Hollandaise), Porridge und noch ein paar gesunde Bowl-Gerichte stehen zur Auswahl. Und wenns doch nur ein Stück aus der Patisserie sein darf, bestellt man am besten ein Eclair. Dazu Kaffee von der Süßmund-Rösterei oder Chai Latte oder Heiße Schoko oder Tee und schon kann eigentlich gar nichts Gravierendes mehr passieren, das den Tag nicht zu einem guten Tag macht. Die große Auswahl an köstlichen Frühstücksvarianten und Getränken ist hier nämlich beachtlich. Die Qualität auch, und darauf kommts ja schließlich an.

Mittag essen kann man jedoch auch, montags bis freitags wählt man entweder aus diversen Paninis oder aus jeweils zwei Mittagsmenüs, eins mit Fleisch und eins vegetarisch (€ 8,90).

Mein Fazit:

Ein weiterer Kandidat für ausgiebiges Frühstück in Wien. Netter Service, vielfältiges gutes Essen, gemütliche Atmosphäre, Schanigarten, Sonnenschein. Mehr braucht´s nicht, echt nicht.

 

Café Telegraph

Garnisongasse 7

1090 Wien

Tel. 0664/144 55 81

www.cafetelegraph.at

Geöffnet: Montag bis Freitag 09 – 19 Uhr, Samstag & Sonntag 09 – 16 Uhr

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