Block House am Naschmarkt – Hamburger Steaks am „Magen von Wien“

Michaela Reisel
Dafür steht Block House: Steak, Baked Potato und Knoblauchbrot (c) Michaela Landbauer

Dafür steht Block House: Steak, Baked Potato und Knoblauchbrot (c) Michaela Landbauer

Von Michaela Landbauer

Seit drei Wochen hat das Block House am Naschmarkt nun geöffnet. Gespannt wurde der ersten Österreich-Niederlassung der in Hamburg 1968 gegründeten Steakhauskette entgegengeblickt. Wir konnten uns im Rahmen eines Presselunchs ein Bild machen und Steaks verkosten.

 

Österreich-Spiel

Mit dem zentral gewählten Standort auf der Linken Wienzeile direkt beim Naschmarkt hat man sich mit der ersten Niederlassung in unserem Lande nach 1,5-jähriger Suche bewusst am „Magen von Wien“ angesiedelt, wie Gunnar Baumfalk, Geschäftsführer von Block House Franchise, verrät. Es ist das 49. Block House Restaurant europaweit. Das Gros befindet sich in Deutschland, neun weitere Restaurants in ausgewählten europäischen Ländern. Und zwar in Spanien (wo dieses Jahr noch ein weiteres auf Mallora dazukommt), Portugal, der Schweiz und nun spielt man eben auch in Österreich mit.

Das erste Wiener Block House begrüßt seine Gäste gleich beim Eintreten mit einer Getränke- und Salattheke. So will man die Gäste einerseits gleich zu Beginn mit Erfrischungen willkommen heißen, zudem von der ersten Sekunde an Frische – ein ganz großes Thema bei Block House – suggerieren, erklärt Stephan von Bülow, Vorsitzender der Geschäftsführung der Block Gruppe. Ein offener Grill ermöglicht es außerdem, den Köchen direkt auf die Finger zu schauen. Gut 130 Plätze zählt das Restaurant, das Ambiente soll mit dunklem Holz und Polstermöbeln gemütlich wirken und an ein Landhaus erinnern. Auch weitere Niederlassungen in Österreich sind geplant. Vorerst auf Wien beschränkt und alles zu seiner Zeit, weiterhin attraktiv sei aber auf jeden Fall die Innenstadt, vielleicht auch der 19. Bezirk mit seiner Heurigengegend, so Baumfalk. Erstmal solle aber das Restaurant am Naschmarkt anlaufen – Qualität vor Quantität lautet das Unternehmens-Credo.

 

„Evergreen am Gastronomiemarkt“

49 Jahre ist das Unternehmen schon am Markt, man sei also schon ein „Evergreen am Gastronomiemarkt“, so von Bülow. Wie es gelungen ist, so lange erfolgreich in der obersten Steakliga mitzumischen? Man sei innovativ und habe sich immer wieder angepasst, sieht von Bülow das Geheimnis der Beständigkeit. Beim Großteil des Fleischs handelt es sich um Premiumstücke aus Argentinien und Uruguay, das in der eigenen, zentralen Fleischerei in Hamburg insgesamt acht Wochen reifen darf. Das Unternehmen betreibt aber auch eine eigene Rinderzucht in Deutschland, die eine gewisse Unabhängigkeit vom Weltmarkt garantiere. Es handelt sich um einen Rinderhof in Mecklenburg-Vorpommern, erfahren wir. Da stehe man aber erst am Anfang. Im Moment befinden sich 5000 Tiere dort. Direkt an der Ostsee gelegen bekommen die Tiere zwei Jahre Zeit, um Schlachtreife zu erreichen. Das Tierwohl steht an erster Stelle, die Tiere verbringen ihre Zeit auf saftigen Wiesen, sie sind auf Stroh gebettet, Kälber bleiben ein halbes Jahr bei der Mutter, so von Bülow. Man merkt, das Unternehmen ist sichtlich stolz auf sein Wirken im Bereich der Fleischerzeugung.

 

Find‘ ich Steak!

Aber nun zu dem köstlichen Grund, der uns begeisterte Steakesser der Eröffnung des ersten Wiener Block House hat vorfreudig entgegenblicken lassen. Zur Vorspeise wird knackiger, bunter Salat mit zahlreichem Gemüse, Pilzen und Dressing nach Wahl serviert. Warum der Salat nicht zum Steak serviert werde? Man versteht sich als 2-Gang-Restaurant, so Baumfalk. Erst der Salat, dann ein saftiges Steak in klassischer Block House Kombi mit Knoblauchbrot, Baked Potato und Salat. Sanft gewürzt und mit etwas eigenem Block House Pfeffer kommt der pure Geschmack des Fleischs zur Geltung. Und das schmeckt. Als Steakliebhaberin war ich gespannt, ob das Fleisch hält, was man sich von einem Block House Steak erwartet. Und das tut es! Die Verbindung mit dem Ofenerdapfel, der mit einem ordentlichen Klecks Sour Cream eine aromatische Geschmacksheirat eingeht und dem Knoblauchbrot, das knusprig und intensiv (aber nicht aufdringlich!) schmeckt, stimmt einfach.

Wer kein Steak mag, findet Alternativen auf der Speisekarte, auch Vegetarier werden im Block House satt. Und Veganer? „Wird schwierig, aber das bedienen andere“, so von Bülow. Sie stehen ja in erster Linie für Steak. Und wie sie das tun!

 

Block House am Naschmarkt
Linke Wienzeile 4
1060 Wien

MO-SA 11:30 – 00:00
SO 11:30 – 23:00