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Getränkegroßhandel – Branchenstimmen sehen die Zukunft optimistisch

Getränke

Der Konkurrenzdruck im Großhandel wächst

Der Großhandel stellt das Bindeglied zwischen Hersteller und Einzelhandel, beziehungsweise Gewerbe, Industrie, Gastronomie etc. dar. Laut einem Branchenbericht der Bank Austria (Stand August 2016) zum Thema Großhandel, werden die Handelsstufen zwischen Produzenten und Einzelhändlern jedoch sukzessive verdrängt. Hersteller erweitern ihr Vertriebsnetz und Einzelhändler kaufen zunehmend direkt bei den Produzenten ein. Dies ist einer der Hauptgründe, weshalb die Handelszwischenstufe des Großhandels bereits in vielen Bereichen verschwunden ist.

Auch der Nahrungsmittel- und Getränkegroßhandel, wie der Agrarproduktehandel, verliert zunehmend an Bedeutung, preisbereinigt ist der Spartenumsatz seit 2005 in Summe um über 9% gefallen, der Großhandelsumsatz insgesamt nur um knapp 7%.

Wir haben uns direkt an 3 Getränkegroßhändler gewandt und deren Einschätzungen eingeholt. Bei Transgourmet Österreich, Morandell International und Kolarik & Leeb sieht man der Zukunft positiv entgegen.

Beratung, Dienstleistung, Logistik – wo liegt die Bedeutung des Getränkegroßhandels in Zukunft

Ist der Getränkegroßhandel dem Untergang geweiht? Bei Transgourmet/Trinkwerk sieht man das jedenfalls nicht so. Andreas Hayder, Abteilungsleiter Category Management Getränke/Einkauf Wein, hierzu:

„Wir können nicht feststellen, dass der Großhandel generell in Frage gestellt wird. Die letzten Jahre bei Transgourmet zeigen bei den Getränken eine massive Umsatzsteigerung. Der Gastronomiekunde fokussiert sich immer mehr auf jenen Großhandel, der ein großes Sortiment liefern kann. Er bündelt immer mehr Warengruppen. Das gelingt aber nur dann, wenn die Beratung, Sortimentsbreite und Sortimentstiefe und die Lieferleistung gewährleistet sind. Immer wichtiger werden zudem die Dienstleistungen, die wir dem Kunden erbringen, zum Beispiel die Erstellung der Getränkekarte oder die externe Schulung der Mitarbeiter durch unsere Trinkwerk Akademie.“

Otto Duben, Categorymanagement Bier AFG bei Morandell International GmbH, sieht als entscheidend an, „wie den Anforderungen der Kunden entsprochen werden kann. Als die wesentlichen Erfolgsfaktoren sehen wir: Angebot und Bündelung eines Getränkeangebotes mit entsprechender Sortimentsbreite und Sortimentsdichte. Eine aktive und persönliche Beratungsleistung durch Außendienstmitarbeiter in allen Fragen der Sortimentsauswahl. Die Sicherstellung einer permanenten Lieferfähigkeit und Produktverfügbarkeit, verbunden mit hoher Flexibilität in der Lieferabwicklung. Das Angebot von kundenspezifischen Bestell- und Abrechnungssystemen. Sofern die angeführten Anforderungen erfüllt sind, gehen wir davon aus, dass die Gastronomie die Kompetenz beim Spezialisten sieht und damit die Leistungserbringung beim spezialisierten Getränkefachgroßhandel bleiben wird.“

Und auch Martin Hochebner, Geschäftsführer der Kolarik & Leeb GmbH, sieht das ähnlich wie seine Kollegen:

„Unsere Aufgabe ist es, den Kunden aus der Gastronomie das gesamte Thema Getränke abzunehmen. Unsere Mitarbeiter sind Spezialisten und top ausgebildet, so kann sich der Kunde jederzeit auf unsere Expertise verlassen. Wir unterstützen bei der konkreten Umsetzung ihres individuellen Konzepts und bieten zudem eine laufende Betreuung durch unseren Kundenservice, sowie einen verlässlichen Lieferservice bis ins Getränkelager. In der Gastronomie ist es wichtig, dass alles Organisatorische reibungslos klappt. Eine zeitnahe Lieferung und eine gute Warenverfügbarkeit sind ebenso essenziell wie die erstklassige Qualität der Produkte. Als Unternehmen setzen wir auf die laufende Optimierung aller Prozesse und die stete Weiterbildung der Mitarbeiter, um langfristig am Markt erfolgreich zu bleiben. Wir leben Getränke für unsere Kunden. Das ist unser Erfolgsmodell für die Zukunft.“

Solange ein weitreichendes Angebot, Qualität und zusätzliche Dienstleistungen gegeben sind, scheint es, hat der Getränkegroßhandel auch in Zukunft nichts zu befürchten.

 

Fotocredits: iStock TeerawatWinyarat

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